Laufen im Winter: warm bleiben und als Anfänger das richtige Tempo finden

Laufen im Winter: warm bleiben und als Anfänger das richtige Tempo finden

17. Dezember 2025 0 Von Kraftsport.app

Winterläufe haben was. Die Luft ist klar. Die Wege sind leerer. Und nach 20 Minuten fühlt sich selbst ein grauer Tag ein bisschen leichter an.

Der Haken ist nur: Kälte verzeiht weniger. Wenn du zu schnell startest, bist du nach ein paar Minuten komplett außer Atem. Wenn du dich zu dick einpackst, bist du nassgeschwitzt. Und wenn Wind dazukommt, wird’s schnell ungemütlich.

Wir haben in den letzten Wochen Winter-Basics von ACLIMA getragen. Vor allem Merino-Schichten. Und genau dafür ist das Zeug gemacht: Temperatur regulieren, Feuchtigkeit managen und nicht sofort müffeln. ACLIMA betont bei den Geschenkideen für Läufer genau diese Punkte. Merinowolle soll atmungsaktiv sein, die Temperatur regulieren und Gerüche reduzieren.

Damit du im Winter entspannt laufen kannst, kommen hier die wichtigsten Stellschrauben: Tempo, Layering und die richtige Kombi aus Kleidung und Schuhen.

Tempo-Tipp für absolute Anfänger: so langsam, dass es sich fast „zu langsam“ anfühlt

Der häufigste Anfängerfehler ist nicht fehlende Motivation. Es ist das Tempo.

Für den Einstieg gilt: Lauf so langsam, dass du dich dabei unterhalten könntest. Das ist der klassische Sprechtest. Wenn du nach jedem zweiten Wort Luft holen musst, bist du zu schnell.
RUNNER’S WORLD schreibt auch klar: Deine ersten Laufschritte dürfen sich eher wie „zügiges Gehen plus“ anfühlen. Und ein Wechsel aus Laufen und Gehen ist am Anfang sogar eine gute Strategie.

Eine einfache Tempo-Formel für Woche 1 bis 2

  • 5 Minuten zügig gehen zum Aufwärmen.
  • Dann 10 bis 20 Minuten im Wechsel:
    • 1 Minute locker joggen
    • 1 bis 2 Minuten gehen
  • 5 Minuten auslaufen.

Wenn das gut klappt, machst du in Woche 3 bis 4 aus „1 Minute joggen“ einfach „2 Minuten joggen“. Und lässt die Gehpausen gleich lang. Das ist langweilig im besten Sinne. Du baust Kondition auf, ohne dass dein Körper jedes Mal Alarm schlägt.

Kleiner Reality-Check: Eine „gute Pace“ gibt es nicht. RUNNER’S WORLD nennt als grobe Orientierung bei Hobbyläufern eine breite Spanne. Am Anfang darfst du auch langsamer sein.

Das Ziel für die ersten Wochen ist nicht schnell sein. Das Ziel ist wieder losgehen wollen.

Winterbekleidung: das Zwiebelprinzip gewinnt immer

Im Winter ist nicht „warm anziehen“ der Trick, sondern „richtig schichten“. Viele gute Winter-Guides sagen sinngemäß: In den ersten Minuten darfst du leicht frösteln. Sonst bist du nach 10 Minuten zu warm und zu nass. Weitere gute Tipps findest du auch bei Webseiten, wie z.B. bergzeit.de

Schicht 1: Baselayer (direkt auf der Haut)

Der Job: Schweiß weg von der Haut. Damit du trocken bleibst.

Hier hat sich bei uns Merino bewährt. ACLIMA positioniert Merinowolle für Läufer als leicht, technisch und komfortabel.
Wenn es richtig kalt ist oder du schnell frierst, ist ein Netz-Baselayer spannend. ACLIMA nennt z. B. „WoolNet Hybrid“ als Basisschicht mit Fokus auf Isolierung und Feuchtigkeitsableitung.

Praktisch heißt das:

  • bei 5 bis 10 Grad: leichter Merino-Baselayer reicht oft
  • bei 0 bis 5 Grad: Merino-Baselayer plus eine leichte zweite Schicht
  • unter 0 Grad oder Wind: Netz oder wärmerer Baselayer ist Gold wert

Schicht 2: Midlayer (Wärme halten)

Der Job: Wärme speichern, ohne dich zu ersticken.

Das kann ein leichter Merino-Pulli sein oder etwas wie ein Hoodie. ACLIMA zeigt im gleichen Kontext z. B. „FleeceWool“ als warme, weiche Schicht für Alltag und Outdoor.

Schicht 3: Außenschicht (Wind und Wetter)

Der Job: Wind blocken. Regen oder Schneefall abhalten. Trotzdem atmen.

Wichtig: Fürs Laufen muss die Jacke nicht dick sein. Wind ist der Hauptgegner. Wenn du eine winddichte, leichte Schicht drüber hast, reicht darunter oft weniger, als du denkst.

Die Teile, die im Winter am meisten bringen

Wenn du nur wenig kaufen willst, priorisiere so:

  1. Baselayer langarm (Merino)
  2. Lauf-Tights, gern etwas wärmer oder mit windgeschützter Front
  3. Windjacke (leicht, packbar)
  4. Mütze oder Stirnband
  5. Handschuhe
  6. Schlauchtuch für Hals und als „Notfall-Maske“ bei Wind

Warum Accessoires so wichtig sind: Kopf, Hände und Hals kühlen schnell aus. Und wenn die kalt sind, fühlt sich der ganze Lauf mies an, selbst wenn dein Core warm ist.

Schuhe: warum SALOMON Gravel Running im Winter Sinn ergibt

Im Winter läufst du selten nur perfekten Asphalt. Es ist oft eine Mischung aus Straße, Parkwegen, Schotter und festem Waldweg. Genau dafür ist „Gravel Running“ gedacht.

SALOMON hat dafür eigene Gravel-Modelle. In der Kategorie „Gravel running shoes“ tauchen z. B. AERO GLIDE 3 GRVL und AERO BLAZE 3 GRVL auf.
Der AERO GLIDE 3 GRVL wird von SALOMON als stark gedämpftes Setup mit gravel-tuned Features beschrieben.
Wenn du eher Stabilität und Führung willst, ist der DRX Defy GRVL ein Thema. Das sogenannte tread pattern, das sich an Gravel-Bikes orientiert bietet optimalen Halt für glatten bis leicht rauen Untergrund.

Für die Praxis:

  • viel Asphalt, aber oft Schotterpassagen: eher AERO GLIDE 3 GRVL oder AERO BLAZE 3 GRVL
  • du willst etwas mehr Führung, wenn du müde wirst: DRX Defy GRVL
  • bei Eisglätte hilft kein Profil der Welt zuverlässig. Dann Tempo rausnehmen oder Spikes.

Mini-Checkliste für sichere Winterläufe

  • Starte bewusst langsam. Die ersten 10 Minuten sind Einrollen.
  • Zieh dich so an, dass dir am Anfang leicht kühl ist.
  • Sichtbarkeit: Reflektoren oder Licht, vor allem in der Dämmerung.
  • Plane eine Route, auf der du notfalls abkürzen kannst.
  • Wenn du frierst oder klamm wirst: nach Hause, umziehen. Nicht „durchbeißen“.

Transparenzhinweis: Wir haben ACLIMA-Bekleidung und die Laufschuhe von Salomon zum Probelaufen kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen und im Winter getestet. Dieser Beitrag enthält Produktempfehlungen.

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